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Da diese Seite über eine "Das Schwarze Auge" (DSA)- Spielrunde ist, sollte man allen Unwissenden vielleicht ersteinmal erklären, was DSA überhaupt ist.

Vielleicht hast du ja schonmal eine Person über DSA sprechen hören. Sie hat bestimmt von ganz schlimmen Sachen wie Orks, Dämonen, Schwarzmagiern und ähnlichem erzählt. Oder auch von Elfen, Zaubern, Schwertern und Feen.


Hm. Entweder dachtest du dir diese Person sei bekloppt oder schüttelst nur genervt den Kopf.
Oft werden wir angesprochen mit "Ach redet ihr von einem Computerspiel?" (Viele denken bei "Rollenspielen" auch an SM.
)
Nein!
DSA ist ein "Pen and Paper" (kurz: PnP) Spiel.

Pen and Paper wird, wie der Name schon sagt, nur auf Zetteln mit Schreibutensilien gespielt. Dazu brauch man noch einen Packen Phantasie und einen "W 20" (Würfel mit 20 Seiten).

Soooo "Was ist jetzt eigentlich dieses DSA???"
Eigentlich geht es zuerst mal um einen gemütlichen Abend mit Freunden! Etwas zu Knabbern und zu Bechern sowie einen gemütlichen Raum mit warmer Beleuchtung. Im großen und ganzen kann man es mit einem normalen "Spieleabend" oder "Videoabend" vergleichen, nur dass das Spiel etwas anderes ist.

So. Was ist das jetzt für ein Spiel?
Erstmal braucht man einen Spielleiter (den sogenannten ‚Meister‘ und drei bis sechs Spieler (richtig, die ‚Helden‘!).

Der Meister bereitet ein Abenteuer vor, dass ist eine Geschichte, die er sich ausdenkt, sowie das Grundgerüst eines Drehbuches.
Der Unterschied zu fertigen Romanen oder Filmen ist jedoch, dass die Spieler (Helden) interagieren können.

Das heißt in der Welt beschreibt der Meister die Sinne (was die Spieler riechen, sehen, schmecken etc.), und so erschafft er eine neue Welt.

Er stellt alle Personen (und Monster) dar, auf die sie treffen, und weiß, wie es weitergeht und was passieren kann. Und zwar findet dies alles nur in der Fantasie statt! Das Spiel lebt also sowohl von der Beschreibungsgabe des Meisters, seiner Fähigkeit, die Umwelt den Helden so zu beschreiben, dass sie vorstellbar und farbig wird, wie auch von gut gespielten Helden.

Sooo.. Das hört sich jetzt noch sehr verwirrend an, nicht wahr?
Das ist die Spielwelt Aventurien

http://www.spielzeit.de/krefeld/grafik/Rollenspiele/aventurien.jpg



Jeder Spieler verkörpert seine Rolle (wie z.B. in Herr der Ringe Orlando Bloom Legolas....).
Mit Hilfe des Regelwerkes kann man in Bögen, in denen Werte stehen, Zahlen einfügen.
Man kann zwischen vielen Rassen wählen, z.B Elfen, Orks, Menschen, Zwergen, Echsenmenschen etc. Dann gibt es noch die sogenannten "Professionen" (Z.B Krieger, Magier, Waldläufer, Diebin etc).
Jeder Spieler versucht diesen Helden darzustellen. So kann auch eine durchaus ruhige Spielerin eine draufgängerische, unsittliche Diebin spielen, und muss in der Welt des DSAs (Aventurien nennt sich dieses schöne Land) aus den Augen der Heldin agieren. Das heißt wenn sie zum Beispiel vor der Wahl steht einen wertvollen Dolch zu stehlen oder einer hilflosen Person zu helfen würde sie sich für den Dolch entscheiden, auch wenn sie das in der Realität nie tun würde.

SO.. wenn dann die Spieler ihre Charaktere erstellt haben, und alle bereit sind kann es losgehen.
Dann wird gespielt. Zum Einstieg stellt der Meister den Helden dar, wo sie sich befinden und wie es um sie herum aussieht. Z.B.: "Es ist Nachts und du sitzt in einem kleinem, gemütlichem Wirtshaus. Du riechst den würzigen Duft des Weines und des Rauches, und der Raum wird erhellt durch eine Ofenstelle, einem Kamin und einigen Kerzen an der Wand. Da kommt auch schon eine Schankmaid zu dir. Sie hat eine attraktive Figur, ist blond und trägt eine Schürze. Sie fragt dich mit einem leichten Akzent "Werter Herr, was wollt ihr Trinken?" usw.
Dann kann der Spieler agieren (Z.b bestellt er etwas etc), dann der Meister, dann der Spieler usw. und so fort.
Irgendwann tritt dann zumeist jemand (ebenfalls vom Meister dargestellt) an die Heldengruppe heran und wird sie mit einer Aufgabe beauftragen, für die es in der Regel auch eine Belohnung gibt. Falls die Helden einverstanden sind, befinden sie sich bereits mitten im Abenteuer und versuchen nun, dieses zu bestehen, wobei jeder Held seine individuellen Fähigkeiten einsetzt und mit der für ihn typischen Art und Weise an die Sache herangeht. Ein Magier beherrscht natürlich die Zauberei und dazu die gepflegte Konversation, ist jedoch mit seinem Stab im Nahkampf üblicherweise eher schwach. Der Krieger hingegen setzt seine Waffen geschickt ein, ihm fehlt es aber womöglich an Wissen oder an der Etikette. Ein Streuner kennt sich hervorragend in Städten aus (=Gassenwissen), stellt sich aber in der Wildnis wahrscheinlich eher dumm an, wo sich ein Jäger oder Waldelf wiederum sehr wohl fühlen.
So... Diese Talente kann sich der Spieler nicht einfach ausdenken. Sie sind durch eine Berechnung im Regelwerk in einem
"Charakterbogen" eingetragen und der Held muss jedesmal von vorne auswürfeln, ob er die "Probe" (also die Ausführung des Talentes) schafft.
Dieses geht nicht immer gut und kann auch tödlich enden.


Was ich oft gefragt werde ist auch "Habt ihr zuviel Zeit und denkt euch sowas einfach aus?"

Antwort: Nein! Es gibt ein umfangreiches DSA-Regelwerk, und viele Boxen mit Regelheften, die sehr viel Geld kosten. (Also: Wir sind nicht die einzigen Wahnsinnigen, die in so einen Kram viel Geld investieren )

So.. falls irgendjemand aus Interesse oder mit Geduld sich bis hierhin durch meinen Text gekämpft hat, hoffe ich, dass er es halbwegs verstanden hat...

Vielleicht spielt ihr ja mal selber! Wenn ja, viel Spaß.


Bei Fragen stehe ich gerne zur Verfügung... also keine falsche Scheu
! schreibt an Marmeladenengel@web.de